Gruppenleben

Wir arbeiten nach dem Konzept der Naturspielpädagogik und nach dem Modell der Reggiopädagogik.

 

Die Naturspielpädagogik nach Ute Schulte Ostermann und Sylva Brit Jürgensen unterstützt durch Erlebnis, Spiel und Handwerk ein ganzheitliches Lernen mit und in der Natur.

 

Hierbei werden Erlebnisse der Kindergruppe von unsere Pädagogen wahrgenommen und durch weitere Erlebnisse, Spiele und handwerkliches Tun mit den Kindern vertieft und erforscht.

 

Organisatorisches

7:30-9:00 Bringzeit (7.30 – 8.30 Uhr Elterndienst beider Gruppen zusammen) 
   
9:00-9:30 Morgenkreis (Projektthemen, Spiele, Gruppe kommt an
   
9:30-10:00 gemeinsames Frühstück  (bringen Kinder mit - Mittwoch Müslifrühstück stellt die Gruppe
   
10:00-12:30 Freispielzeit, Projekte, Kleingruppen- oder Großgruppenarbeit, Ausflüge
   
12:30-13:00 gemeinsames Mittagessen (Bioessen, Kochdienste der Eltern)
   
13:00-14:00/14:30 Zähne putzen, Mittagsruhe (Vorlesen und/oder ruhiges Beschäftigen, für die kleinen Mittagsschlaf)
   
14:00 Erstes Abholen durch Eltern
   
14:30-15:00

Obstvesper und Freispielzeit, gezielte Angebote

   
15:00

Abholzeit

 

   
15:00-16:00 Freispiel oder gezielte Angebote
   
16:00-17:00 Spätdienst (Kinder beider Gruppen werden gemeinsam vom Elterndienst betreut)

 

 

Wir sind der Überzeugung, dass Kinder über ein großes Maß an Kompetenzen verfügen und durch ihre Neugier („wieso, weshalb, warum. Wer nicht fragt bleibt dumm") ihr Wissen erweitern. Alle Kinder lernen durch alltägliche Erfahrungen, durch Erkunden, Experimentieren und vor allem auch dadurch, dass sie ihre Entdeckungen, Erlebnisse, Empfindungen und Deutungen „mit hundert Sprachen des Kindes" zum Ausdruck bringen. Dafür haben die Kinder bei uns viel Raum und Zeit.

 

Die familienähnliche Struktur unserer kleinen Gruppe mit ihrer Altersmischung hat sich sehr bewährt. „Groß" und „Klein" profitieren voneinander und unterstützen sich in ihrer Entwicklung gegenseitig. Durch unsere pädagogische Arbeit werden die Auflagen des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes voll und ganz erfüllt. Durch unsere täglichen Angebote werden unterschiedlichste Kompetenzen der Kinder gefördert: emotionale, kognitive, soziale, sensitive, lernmethodische, physische, künstlerische, mathematische, sprachliche, motorische, sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie andere.

 

Zu unserem Konzept gehört die Erkundung und Erforschung der näheren und weiteren Umgebung:

  • Der Marienbergpark ist unser zweites Zuhause. Dort kennen wir Ente, Frosch und viele Hunde samt Herrchen...
  • In der Nachbarschaft haben wie die Patenschaft für ein Huhn und holen dort wöchentlich unsere Eier...
  • Mit dem Fahrrad fahren wir in den Wald, zum Bauern aber auch ins Theater. Beim Reiten lernen wir Hufe auskratzen.
  • Um zu unseren Wanderungen in die Fränkische- und Hersbrucker Schweiz zu fahren üben wir unsere Verkehrssicherheit und fahren mit Bahn und Bus. Und es gibt noch viele Dinge und Plätze zu entdecken.

Geschmückt und gefeiert wird bei uns auch - gerne in der Natur: Geburtstage, Sommerfest Erntedankfest, Lichterfest...

 

 

DIE BEZIEHUNG ZUR NATUR IST EINE BEZIEHUNG ZU SICH SELBST

 

Naturkonzept

 

Wir sind am häufigsten in der Natur unterwegs, weil alle Sinne gefordert und gefördert werden Hören - Sehen - Riechen - Tasten – Schmecken.

 

Die Materialien aus der Natur regen die Wahrnehmungen auf der Haut an. Hart, weich, glatt, rauh, trocken, nass, kalt, warm, heiß

 

Wir beobachten Pflanzen und Kleintiere in Ruhe.

 

Wege, die immer wieder gegangen werden, erkennen und sich an Besonderheiten erinnern, Veränderungen wahrnehmen und vertraut sein... sich auskennen.

 

Der kindliche Organismus passt sich allmählich den Witterungsbedingungen an und wird weniger anfällig gegenüber Erkältungskrankheiten. Das Immunsystem wird gestärkt, die Abwehr gefördert.

 

Der Bewegungsapparat wird durch viel Bewegung gekräftigt, die Organentwicklung z.B. von Herz und Lunge gefördert.

 

Der dauernde Wechsel von Toben, Klettern, Rennen, Rutschen, Balancieren fördert Ausdauer, Geschick, Kraft, Schnelligkeit oder Langsamkeit und Selbstbewusstsein. Die Kinder lernen ihrem Körper zu vertrauen, Gefahren einzuschätzen, sie zu bewältigen oder sie zu meiden. Sonne, Wind, Regen und Schnee spüren, weckt die Lebendigkeit, fordert die Kinder heraus, darauf zu reagieren. Unerwartete Situationen mit Flexibilität und Mut meistern.

 

Ein unebener Boden stellt hohe Anforderungen an den Gleichgewichtssinn der Kinder. Wenn sie anfangs noch über Steine, Erdklumpen und Stöcke stolpern, so üben sie sich zunehmend an diesen Hindernissen und überwinden sie mit größerer Selbstverständlichkeit.

 

Die Natur vertraut und nah erleben, zur Stille und Besinnung kommen, das ist für die Gesundheit eines jeden Menschen wichtig. Mit Naturmaterialien Mandalas legen, Brücken bauen oder Blumenkränze binden schult die Feinmotorik, macht geschickt und erfinderisch.

 

Sich als Bestandteil einer Gruppe Gleichgesinnter zu fühlen, dass vermittelt Geborgenheit. Die Jüngeren lernen von den Älteren, die Älteren entwickeln Verantwortungsbewusstsein für die Kleineren. Hilfsbereitschaft wird unterwegs selbstverständlicher, ebenso der Austausch im Gespräch.

 

Der Spielraum Natur regt zum Rollenspiel an. Die Kinder entwerfen selbst Spielregeln und stimmen sie untereinander ab.

 

Sind wir unterwegs müssen wir aufmerksam auf unseren Weg achten, bei Fahrradfahrern zur Seite gehen, Hundebesitzer beäugen ob sie uns gut gesinnt sind (und auch der Hund), beim Überqueren der Straße nicht sprechen, nach links und rechts schauen, horchen... solange, bis die Straße frei ist.

 

Einfache Verkehrsregeln werden ständig trainiert.